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Apple erzielt Rekordumsatz

Der Tech-Riese übertrifft die Prognosen. Der Umsatz legt über Weihnachten um 11% auf bisher nie erreichte fast 124 Mrd. $ zu.

(Reuters) Apple (AAPL 138.93 +1.62%) zeigt sich immun gegen die weltweiten Lieferengpässe und wächst ungehemmt. Im Weihnachtsquartal legte der Umsatz um 11% auf bisher nie erreichte fast 124 Mrd. $ zu, wie der iPhone-Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Fast 60% trug der Umsatzgarant iPhone dazu bei. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von florierenden Geschäften in der Volksrepublik, wo Apple laut den Beratern von Counterpoint im vierten Quartal den iPhone-Marktanteil mit 23% so weit hochschraubte wie noch nie zuvor. Zum ersten Mal in sechs Jahren verkauften die US-Amerikaner mehr Smartphones als jeder andere Anbieter in China.

Noch im Oktober hatte Firmenchef Tim Cook davor gewarnt, dass die Chipkrise inzwischen auf die meisten Produkte von Apple durchschlage. Damals ging er davon aus, dass die Engpässe den Umsatz um sechs Mrd. $ drücken könnten. Letztlich seien es sogar mehr gewesen, sagte Finanzchef Luca Maestri zu Reuters. Allerdings würden die Einschränkungen im laufenden Quartal zurückgehen. «Sie haben die Lieferkette besser navigiert als jeder andere und das zeigt sich an ihren Ergebnissen», sagte Ryan Reith vom Marktbeobachter IDC.

Der Umsatz wie auch die Gewinnsteigerung um 19% auf 34,6 Mrd. $ im ersten Geschäftsquartal zum 25. Dezember lagen über den Erwartungen von Analysten. Die Aktie legte nachbörslich fast 4% zu, hat allerdings seit Jahresbeginn im Sog des allgemeinen Ausverkaufs von Techwerten an der Wall Street schon 10% verloren. Im vergangenen Jahr hatte Apple kurzzeitig als erster Wert weltweit die Schallmauer von drei Bio. $ beim Börsenwert durchbrochen.

Als einer der wenigen Smartphone-Anbieter hatte Apple in der Weihnachtssaison mit dem iPhone 13 ein neues Modell auf den Markt gebracht und damit gepunktet. Morgan Stanley (MS 76.75 +0.91%) schätzt, Apple habe rund 83 Mio. iPhones im abgelaufenen Quartal verkauft. Allerdings läuft es nicht nur beim iPhone rund, auch Macs sind in der anhaltenden Coronapandemie mit dem Trend zum hybriden Arbeiten zwischen Büro und heimischen Arbeitszimmer gefragt. Der Mac-Umsatz legte ein Viertel auf 10,9 Mrd. $ zu.

Zudem baut Apple seit vielen Quartalen seine verschiedenen Abo-Angebote wie Apple TV+ oder Musikstreaming aus. Inzwischen greifen auch immer mehr Kunden zu. Mittlerweile kommt der Konzern auf 785 Mio. Bezahlkunden über seine verschiedenen Plattformen, nach 620 Mio. im Vorjahresquartal.

Nun steht nur noch die Frage im Raum, wann Apple die nächste grosse Sache auf den Markt bringt und was es sein könnte – eine VR-Brille oder ein Elektroauto.