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Märkte / Aktien

Dow Jones schliesst erstmals über 22’000 Punkten

Der Index der US-amerikanischen Standardwerte eilt von einem Rekord zum nächsten. Auch dank der Apple-Aktien ist eine weitere Marke gefallen.

(Reuters) Nach der Rekordrally in den vergangenen Tagen haben sich die US-Börsen am Mittwoch kaum bewegt. Dank kräftiger Kursgewinne bei Apple (AAPL 157.5 -0.23%) schloss der Dow Jones erstmals über der Marke von 22.000 Punkten. Nach unerwartet starken Zahlen im Frühjahr verspricht der iPhone-Hersteller nun auch für das laufende Quartal glänzende Geschäfte. Bei Anlegern befeuerte das Spekulationen, das nächste Modell des Kassenschlagers, das “Geburtstags-iPhone” zum zehnjährigen Jubiläum, könnte schon im September auf den Markt kommen. Es soll mit vielen technischen Neuerungen bestückt sein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,2% auf 22.016 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2477 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging ebenfalls unverändert aus dem Handel bei 6362 Punkten.

Bei den Einzelwerten gewannen die Titel von Apple bis zu 6,5 Prozent und waren mit 159,75 Dollar so teuer wie noch nie. Zum Schluss blieb ein Kursplus von 4,7%. “Apple hat in allen Bereichen geliefert”, erklärte Analyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital. Er hob besonders das 22%-ige Plus im Dienstleistungsgeschäft vor, zu dem der App Store gehört. Es sei weniger schwankungsanfällig als der Verkauf von iPhones. Die Bedeutung dieser Sparte werde von Anlegern bislang unterschätzt.

Die Anteilsscheine der Autohandelsgruppe AutoNation fielen nach Vorlage enttäuschender Quartalszahlen um rund sieben Prozent. Die Dividendenpapiere von Carinal Health brachen um mehr als acht Prozent ein, nachdem das Pharmazieunternehmen mit seiner Bilanz die Erwartungen der Analysten verfehlt hatte.

Vom Arbeitsmarkt kamen positive Signale: Die amerikanischen Firmen stellen kräftig Personal ein und heizen den Job-Boom in den USA unter Präsident Donald Trump weiter an. Im Juli entstanden 178.000 neue Jobs, wie der Personaldienstleister ADP zu seiner Umfrage unter Privatunternehmen mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten zwar eine noch etwas grössere Zahl auf dem Zettel. Nimmt man jedoch den Vormonat hinzu, kamen insgesamt 369.000 neue Jobs in der Wirtschaft hinzu. Das sind weit mehr Arbeitsplätze als nötig wären, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten: Dafür genügen laut Experten 75.000 bis 100.000 neue Stellen pro Monat.

In Europa machten durchwachsene Bilanzen heimischer Firmen und die Furcht vor sinkenden Gewinnen wegen der aktuellen Euro-Stärke den Börsen zu schaffen. Dax (DAX 12165.19 -0.31%) und EuroStoxx50 verloren jeweils etwa 0,6% auf 12.181 und 3459 Punkte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Mio. Aktien den Besitzer. 1145 Werte legten zu, 1723 gaben nach und 189 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,09 Mrd. Aktien 867 im Plus, 2070 im Minus und 193 unverändert.

Die US-Kreditmärkte kamen kaum vom Fleck. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 100-31/32. Die Rendite stieg auf 2,264%. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 5/32 auf 103-4/32 und rentierte mit 2,8436%.