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Apple verkauft seit langem wieder mehr iPhones

Der iPhone-Hersteller übertrifft mit mehr verkauften iPhones und Zusatzgeräten die Umsatz- und Gewinnerwartungen.

(Reuters) Apple hat erstmals seit einem Jahr wieder mehr iPhones verkauft und damit einen Umsatz und Gewinn über den Expertenerwartungen eingefahren. Auch ein starkes Geschäft mit Zusatzgeräten wie AirPod-Kopfhörern trug dazu bei, wie Apple (AAPL 317.94 -0.1%)-Chef Tim Cook der Nachrichtenagentur Reuters zur Veröffentlichung der Quartalsbilanz am Dienstag sagte. Man habe im ersten Geschäftsquartal weder genug AirPods noch Smart-Uhren der Serie 3 fertigen können, um die Nachfrage zu befriedigen. Wann man aufgeholt habe, sei noch unklar, sagte Cook. «Wir arbeiten bei beiden sehr hart.» Die Apple-Aktie stieg deutlich.

Der US-Konzern legte für das Feiertagsquartal nach US-Börsenschluss einen Umsatz von 91,8 Mrd. $ vor und übertraf damit die von Refinitiv veröffentlichten Experten-Vorhersagen von 88,5 Mrd. $. Der Gewinn je Aktie lag mit 4,99 $ ebenfalls über den Erwartungen von 4,55 $. Das wichtigste Produkt der Kalifornier, das iPhone, erreichte einen Umsatz von knapp 56 Mrd. $ nach 51,6 Mrd. $ im Vorjahreszeitraum. Hier hatten Experten eigentlich einen leichten weiteren Rückgang erwartet.

Allerdings konnte Apple die Expertenerwartungen in der Services-Sparte nicht erfüllen, zu der das neue Streaming-Angebot Apple TV+ gehört. Hier betrug der Umsatz 12,7 Mrd. $ nach 10,9 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten jedoch 13 Mrd. $ erwartet. Cook verwies darauf, dass man früher als erwartet das Ziel von 500 Mio. Nutzern erreichen werde. Man sei sehr stolz darauf, 100 Mio. Nutzer hinzugewonnen zu haben, sagte Cook Reuters. «Das ist riesig.» Als neues Ziel habe man nun die Zahl von 600 Mio. Nutzern bis Jahresende ausgegeben. Apple TV+ selbst bezeichnete er als «grossartigen Erfolg».

Für das laufende Quartal bis Ende März geht Apple von einem Umsatz von 63 Mrd. bis 67 Mrd. $ aus, mehr als die vorhergesagten 62,4 Mrd. $. Cook warnte allerdings, dass die Spanne wegen des Coronavirus-Ausbruchs weiter gefasst worden sei als üblich. Viele Apple-Zulieferer haben ihren Sitz in China.