Unternehmen / Ausland

Apple-Chef erhält Rekordbonus und will weniger iPhones produzieren

Tim Cook bekommt für 2018 eine Erfolgsprämie von 12 Mio. $. Sein Konzern will nun rund 10% weniger Smartphones herstellen.

(Bloomberg/Reuters/VA) Apple-Chef Tim Cook hat 2018 seinen bisher grössten Bonus erhalten. Für das am 29. September beendete Geschäftsjahr bekam Cook 12 Mio. $, wie Apple (AAPL 217.73 -1.46%) am Dienstag mitteilte.

Cook erhielt ausserdem ein Gehalt von 3 Mio. $ und Aktien im Wert von 121 Mio. $, womit seine Gesamtvergütung für 2018 bei 136 Mio. $ liegt. Hinzu kommen zusätzliche Vergütungen von 682’000 $. Der Bonus ist an Umsatz- und Betriebsertrag des Unternehmens gekoppelt.

Die anderen vier Geschäftsleitungsmitglieder mussten ebenfalls nicht darben. Sie kommen auf ein Jahresgehalt inklusive Aktien von je rund 26,5 Mio. $.

Auch AMS leidet

Der iPhone-Konzern erzielte 2018 ein Rekordergebnis und erreichte zeitweilig einen Marktwert von 1 Bio. $. Diese Leistung zu wiederholen wird schwierig.

Letzte Woche gab Apple bekannt, die Nachfrage nach iPhones in China und anderswo sei geringer als erwartet. Das Unternehmen senkte seine Umsatzprognose zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten. Die Apple-Aktien haben seither rund 12% verloren. Auch der an der Schweizer Börse kotierte Halbleiterproduzent AMS wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen.

Einem Medienbericht von Mittwoch zufolge streicht Apple nun sogar seine Produktionspläne für drei neue iPhone-Modelle zusammen. Für den Zeitraum Januar bis März 2019 werde das eigentlich vorgesehene Volumen rund 10% gekürzt, berichtete die «Nikkei Asian Review». Betroffen seien die Modelle XS, XS Max und XR.

Apple bleibt still

Der Konzern habe Ende Dezember seine Fertigungsunternehmen um die Kürzung gebeten. Viele Analysten und Kunden halten die neuen iPhones für überteuert. Laut Nikkei dürfte sich die Produktion von alten und neuen iPhone-Modellen in den ersten drei Monaten 2019 auf 40 bis 43 Mio. Stück belaufen. Zuvor sei mit 47 bis 48 Mio. kalkuliert worden.

Apple wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äussern. Das erfolgsverwöhnte Unternehmen hatte zuletzt wegen schwacher Geschäfte in China im Zuge des Handelsstreits erstmals seit der Einführung des iPhones vor mehr als zehn Jahren seine Umsatzprognose verfehlt.

Leser-Kommentare