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Apples iPhone-Verkäufe enttäuschen

Der Tech-Riese verzeichnet einen Rückgang bei den iPhone-Verkäufen, stellt aber dank einem Boom bei Mac-Computern und AirPods-Kopfhörern einen Umsatzrekord auf.

(Reuters) Apple (AAPL 127.14 -1.37%) hat trotz rückläufiger iPhone-Verkäufe einen Umsatzrekord aufgestellt. Dank boomender Absatzzahlen bei Mac-Computern und AirPods-Kopfhörern in der Coronavirus-Pandemie legten die Erlöse im abgelaufenen Quartal um 1,1% auf 64,7 Mrd. $ zu, wie der US-Konzern aus Cupertino am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. «Mac hatte das beste Quartal in der Firmengeschichte», sagte Vorstandschef Tim Cook. Der US-Konzern war 1976 gegründet worden. Während die Erlöse mit iPhones um mehr als ein Fünftel auf 26,4 Mrd. $ nachgaben, wuchs jede andere Produktkategorie im zweistelligen Prozentbereich. Trotzdem fiel der Gewinn um rund 7% auf 12,67 Mrd. $.

Am Aktienmarkt wurde hauptsächlich dem Minus beim iPhone Aufmerksamkeit geschenkt. Der Anteilsschein fiel im New Yorker Handel deutlich. Gut kam auch nicht an, dass Apple auf eine Umsatzprognose für das laufende Quartal verzichtet.

Traditionell kaufen Fans vor der Markteinführung neuer iPhone-Modelle weniger Geräte, weil sie lieber gleich bei den neuen Modellen zuschlagen wollen. Diese Wartezeit fällt dieses Jahr wegen der Corona-Krise etwas länger aus, weil der Handelsstart des 5G-fähigen iPhone 12 später erfolgt als bei den Vorgängern. Deswegen spielte das neue Modell in dem vierten Quartal zum 26. September entgegen vorangegangener Vierteljahre keine Rolle. Dies machte sich vor allem im chinesischen Raum bemerkbar. Cook gab sich allerdings zuversichtlich, in China im laufenden Quartal wieder zu wachsen.

Angesichts schwankender iPhone-Absatzzahlen setzt Apple immer stärker auf Aboangebote wie seine Musikstreaming- und TV-Streaming-Dienste, die monatliche Einnahmen garantieren. Der Umsatz in dem Sektor kletterte um 16,3% auf 14,5 Mrd. $ und lag damit über den Erwartungen von Analysten. Cook kündigte gegenüber Reuters an, am Freitag Apple One – ein Bündel von Bezahldiensten – zu starten.