Märkte / Makro

Arbeitslosenquote sinkt auf Mehrjahrestief

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im April verbessert. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,7% und damit so wie tief wie zuletzt vor knapp sechs Jahren.

(AWP) Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im April auf ein neues Mehrjahrestief gefallen: Sie sank gegenüber März von 2,9 auf 2,7%. Dafür dürfte neben der saisonalen Erholung auch die anziehende Wirtschaft gesorgt haben: Denn auch gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit deutlich ab.

Insgesamt waren mit 119’781 Personen 8,2% weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat und 18,1% weniger als im Vorjahr. Eine Arbeitslosenquote von 2,7% wurde zuletzt im Juli 2012 erreicht.

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenquote von 2,8 auf 2,7%, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Damit fiel die Quote stärker als von Experten erwartet. Die von AWP befragten Ökonomen hatten mit einer saisonbereinigten Quote von 2,9% gerechnet. Bei der unbereinigten Arbeitslosenquote prognostizierten sie 2,8 bis 2,9%.

Die Jugendarbeitslosenquote fiel von 2,5 auf 2,2%. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten 15 bis 24-Jährigen nahm gegenüber dem Vormonat um 12% ab und gegenüber dem Vorjahresmonat gar um über einen Viertel.

Aber auch die anderen Altersgruppen konnten profitieren. Bei den über 50-Jährigen waren gegenüber März 6,3% weniger Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat beträgt das Minus 11,9%. Die Quote sank damit auf 2,6%.

Insgesamt wurden 194’060 Stellensuchende registriert, 3,5% weniger als im März und 6,9% weniger als im Vorjahr. Umgekehrt suchten Unternehmen mehr Personal: Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich binnen eines Monats um 9,1% auf 14’431.

Erst letzte Woche hat die Konjunkturforschungsstelle Kof der ETH Zürich in ihrem Beschäftigungsindikator einen weiteren Aufschwung am Schweizer Arbeitsmarkt prognostiziert. Seit gut einem halben Jahr gebe es in der Schweiz nun mehr Firmen, die einen Stellenaufbau planten als Firmen, die Stellen abbauen wollten.

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