Märkte / Makro

Der US-Arbeitsmarkt drängt das Fed zur Eile

Fast zwei Stellen für jeden Arbeitslosen und weiter steigende Löhne. Das könnte die hohe Inflation noch anheizen und dürfte die US-Notenbank in ihrem straffen Kurs bestätigen.

Der US-Arbeitsmarkt stellt einen Rekord auf. Im April sind laut dem US-Statistikbüro 428’000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen worden. Erwartet wurden 380’000. Es ist der zwölfte Monat in Folge mit mehr als 400’000 neuen Jobs.

Damit wurde der bisher längste Zeitraum aus dem Jahr 1939 übertroffen. Gleichwohl wurden die Zahlen der Vormonate leicht korrigiert. Der Wert für März wurde um 3000 Stellen nach unten korrigiert, auf 428’000. Im Februar, der mit 750’000 überaus stark ausgefallen war, wurden neu 714’000 Stellen geschaffen.

Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert auf 3,6%. Das ist der niedrigste Stand seit den Sechzigerjahren. Gemäss Experten könnte die Zahl in diesem Jahr einen absoluten Rekordtiefstand erreichen. Damit bewegt sich der US-Arbeitsmarkt fast wieder auf dem starken Niveau von vor der Pandemie.

Arbeitskräfte bleiben fern

Weiterhin herrscht allerdings Personalmangel. Das zeigt sich in der Beschäftigungsquote, die mit 62,2% (62,4% im Vormonat) immer noch deutlich unter dem Level vor Corona liegt. Auf jeden Arbeitslosen kommen heute fast zwei offene Stellen.

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