Märkte / Makro

Arbeitslosigkeit leicht rückläufig

Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist im vergangenen Monat leicht zurückgegangen. Damit verbessert sich die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt weiter.

(AWP) Die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich im November 2021 weiter verbessert. Die Zahl der Arbeitslosen ist leicht zurückgegangen.

Insgesamt waren Ende des Berichtsmonats 116’244 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet. Das waren 489 weniger als im Monat davor, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

Die Arbeitslosenquote verharrte damit im Vergleich zum Vormonat Oktober bei 2,5%. Die um saisonale Effekte bereinigte Arbeitslosenquote bildete sich hingegen weiter zurück, und zwar auf 2,5 von 2,7%.

Für Ökonomen ist diese Entwicklung eine positive Überraschung. Sie hatten gemäss einer AWP-Umfrage die saisonbereinigte Ziffer im Vorfeld auf 2,6 bis 2,7% geschätzt. Bei der unbereinigten Ziffer hatten die Prognosen auf 2,4 bis 2,7% gelautet.

Weitere Erholung

Die Erholung des Schweizer Arbeitsmarktes vom Corona-Schock im vergangenen Jahr geht damit weiter. Die Quote liegt aktuell nicht mehr allzu weit entfernt von den Rekord-Tiefstwerten von vor der Krise (2,1%). Der Corona-Höchststand vom letzten Januar (3,7%) ist wieder weit entfernt. Damals gab es fast 170’000 Arbeitslose – also 53’500 mehr als im vergangenen Monat.

Hingegen wurden im November etwas mehr Stellensuchende gezählt (+2496 auf 206’349). Und die Zahl der offenen Stellen nahm um 2654 auf 50’552 ab. Davon unterlagen 36’015 der Meldepflicht für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von schweizweit mindestens 5%.

Kurzarbeit rückläufig

Die Kurzarbeit, mit der die negativen Corona-Effekte während der Krise abgefedert wurden, zog zu Beginn des Jahres wegen den vom Bund im zweiten Corona-Lockdown ergriffenen Massnahmen bekanntlich im Januar und Februar wieder an. Danach sank sie wieder deutlich, und auch im September, zu dem nun aktuelle Zahlen bekannt sind, sank sie erneut.

Damals waren laut den Angaben des Seco nur noch gut 52’000 Personen von Kurzarbeit betroffen, gut 7200 weniger als im Monat davor. Auch die Anzahl Betriebe mit verhängter Kurzarbeit ging um 9,8% auf rund 9028 zurück.

Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der Krise im Frühling 2020 hatte für fast 1,4 Mio. Menschen Kurzarbeit gegolten, in der zweiten Corona-Welle war die Zahl dann im Februar 2021 nochmals auf knapp 520’000 geklettert.

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