Märkte / Makro

Arbeitslosigkeit steigt im Dezember

Zum Jahresende hat sich die Arbeitslosenquote in der Schweiz saisonbedingt leicht erhöht.

(AWP) In der Schweiz hat sich die Lage am Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr weiter aufgehellt. Die Arbeitslosenquote liegt so tief wie zuletzt vor rund zwanzig Jahren. Im Dezember nahm die Arbeitslosigkeit allerdings saisonbedingt leicht zu.

In der Dezember-Statistik zog die Arbeitslosenquote zum Jahresende hin auf 2,5 nach 2,3 % im November an, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte. Um saisonale Faktoren bereinigt verharrte sie bei 2,3 %. Ökonomen hatten im Vorfeld mit diesen Quoten gerechnet.

Insgesamt waren Ende Dezember 117’277 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet. Das sind 10’947 mehr als noch im Vormonat. Der Grund sind primär saisonale Faktoren, die tendenziell in der kalten Jahreszeit zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um rund 2’400 Personen.

Weiter hat das Seco im Berichtsmonat 192’955 Stellensuchende gezählt, das sind 10’528 mehr als im Vormonat. Derweil sank die Zahl der als offen gemeldeten Stellen um 2’448 auf 29’720. Davon unterlagen 17’577 Stellen der im Juli 2018 eingeführten Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 8 %. Seit Beginn des Jahres gilt 5 % neu als Grenzwert.

Tiefe Quote 2019

Über das ganze Jahr 2019 gesehen ist die Arbeitslosenquote von einem bereits tiefen Niveau aus weiter zurückgegangen. Im Durchschnitt lag sie bei 2,3 % nach 2,5 % im Jahr davor. Derart tiefe Werte wurden zuletzt Anfang der 2000er-Jahre gemessen. Damals fiel die Arbeitslosenquote gar unter die Marke von 2 %, ehe der Wert 2004 bis fast auf 4 % kletterte.

Die gute Entwicklung des letzten Jahres am Schweizer Arbeitsmarkt lässt sich auch anhand der Entwicklung der Arbeitslosenzahl ablesen. Die jahresdurchschnittliche Zahl der als arbeitslos registrierten Personen fiel 2019 laut Seco um knapp 10 % auf 106’932 zurück.

Der Schweizer Arbeitsmarkt habe sich im vergangenen Jahr als widerstandsfähig erwiesen, schreibt das Seco. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte nahm die Zahl der Arbeitslosen trotz trüberen Wirtschaftsaussichten stark ab und lag Ende Juni erstmals seit September 2008 unter der Marke von 100’000. Gegen Ende des Jahres stieg die Arbeitslosigkeit vorwiegend aufgrund saisonaler Effekte wieder an.

Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt entlastet zudem die Kassen des Bundes. Das Rechnungsjahr 2019 schloss der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung laut Mitteilung mit einem Überschuss von 1,60 Mrd. Fr. ab und so konnten die noch bei der Bundestresorie offenen Darlehen restlos zurückbezahlt werden.

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