Unternehmen / Energie

Arbonia holt die Sonne ins Haus

Die Haustechnikerin bringt eine Batterie auf den Markt, mit der Hausbesitzer ihren Solarstrom speichern können. Damit lassen sich Photovoltaikanlagen wirtschaftlicher betreiben.

Strom aus Solarzellen vom Hausdach ist eine saubere Sache. Bei der Stromerzeugung entstehen weder Feinstaub noch Treibhausgase. Für die Energiewende haben die Anlagen daher grosse Bedeutung. Ihr entscheidender Nachteil: Bei strahlendem Sonnenschein liefern sie viel mehr Strom, als ein Haushalt gebrauchen kann, an trüben Tagen fliesst nur wenig Strom, in der Nacht gar keiner.

Die Schweizer Haustechnikerin Arbonia will für einen Ausgleich sorgen. Sie hat eine Batterie für Privathaushalte entwickelt, die sich im Keller aufstellen lässt und den sauberen Strom aus einer Photovoltaikanlage (PVA) speichert. Damit können Hausbesitzer den sogenannten Eigenverbrauch deutlich erhöhen. Am Kapitalmarkttag Ende Oktober wird Arbonia das Produkt vorstellen.

Viel Strom wird verkauft

In der Regel verkaufen Immobilienbesitzer den grössten Teil des auf den Dächern ihrer Häuser erzeugten Stroms an die örtlichen Elektrizitätswerke. Der Grund: Die Produktionsmenge ist zur Mittagszeit besonders hoch und übersteigt dann den Bedarf eines Haushalts oft bei weitem. Also wird der Strom mangels Speichermöglichkeit verkauft. Morgens und abends dagegen, wenn Haushalte den meisten Strom brauchen, liefert die hauseigene PVA nicht genug und der Strom muss aus dem Netz zurückgekauft werden. Nach Angaben von Swissolar, dem Schweizerischen Fachverband für Sonnenenergie, werden im Durchschnitt nur 30% der von einer PVA gelieferten Energie im eigenen Haus genutzt. Mit Speichersystemen liesse sich dieser Anteil auf 70% steigern. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?