Unternehmen / Finanz

Credit Suisse baut nach Archegos ab

Analyse | Die Grossbank reduziert wegen des Hedge-Fund-Debakels das Risiko. Das drückt aufs Geschäft und macht die Aktie vorerst unattraktiv.

Das Management von Credit Suisse hat nach dem Archegos-Debakel substanzielles Risiko aus der Grossbank genommen. Das hat Geschäft gekostet. Zwar zeigt CS auch operative Lichtblicke, doch das sich normalisierende Umfeld und die neue konservativere Ausrichtung werfen Schatten auf die kommenden Monate. Der Aktienkurs gibt am Donnerstag nach, Wetten in den Titeln drängen sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf.

CS hat mit ihren Zweitquartalszahlen enttäuscht. Zwar wurde damit gerechnet, dass das Debakel um den kollabierten Hedge-Fund-Kunden Archegos nochmals mit knapp 600 Mio. Fr. zu Buche schlagen und die Zahlen der Bank tief in den unrentablen Bereich drücken würde. CS lieferte mit 5,1 Mrd. Fr. Ertrag und 253 Mio. Fr. Gewinn einen scharfen Einbruch gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr hat der Fall Archegos die Bank über 5 Mrd. Fr. gekostet. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Peter Wigant 30.07.2021 - 01:48

Liebe FuW, Valentin Ade beschreibt die CS Pleiten der letzten Monate sehr
eindrücklich. Schon die SKA hatte, wie der Fall Chiasso gezeigt hat, mit dem Risikomanagement Mühe. Ich wünsche Thomas Gottstein viel Erfolg bei der Aufräumarbeit. Er scheint die richtigen Weichen gestellt zu haben.
PW