Märkte / Makro 08:54 - 27.12.2016

Argentiniens Finanzminister muss gehen

Das Ressort wird aufgespalten: Um die Staatskasse soll sich der Ökonom Nicolas Dujovne kümmern, den Bereich Finanzwirtschaft übernimmt der bisherige Staatssekretär Luis Caputo.
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Cap
Kurs eines Basiswerts oder ein Zins, den zu erreichen oft darüber entscheidet, ob der Basiswert geliefert oder ein Barbetrag gezahlt wird.
Kapitalmarkt
Markt für mittel- und langfristige Anlagen. Auf dem Primärmarkt finanzieren Unternehmen ihre Investitionen durch die Ausgabe von Wertpapieren (Aktien , Obligationen ), auf dem Sekundärmarkt werden die Titel gehandelt. So findet laufend eine Bewertung der Gesellschaften statt. Im Unterschied dazu dient der Geldmarkt dem Handel kurzfristiger Finanzierungsinstrumente.
Volkswirtschaft
Von Ökonomen verwendetes Synonym für die Wirtschaft eines Landes beziehungsweise einen Wirtschaftsraum wie die EU .

(Reuters) Die argentinische Regierung hat Finanzminister Alfonso Prat-Gay zum Rücktritt aufgefordert. Das teilte Kabinettschef Marcos Pena am Montag in Buenos Aires mit. Zugleich kündigte er eine Aufspaltung des Ministeriums an: Um die Staatskasse soll sich der Ökonom Nicolas Dujovne kümmern, den Bereich Finanzwirtschaft übernimmt der bisherige Staatssekretär Luis Caputo. Gerüchte über die Zukunft Prat-Gays flammten in den vergangenen Wochen immer wieder mal auf, nachdem ein Vorschlag zur Reform der Einkommensteuer nicht durch den Kongress kam. Damit sollte das Haushaltsdefizit der Regierung gedrückt werden.

Prat-Gay war maßgeblich daran beteiligt, dass Argentinien im Frühling nach langer Abstinenz die Rückkehr an den Kapitalmarkt feierte und sich 16,5 Milliarden Dollar von Investoren leihen konnte. Argentinien war 2001 zahlungsunfähig geworden und hatte sich mit Gläubigern zerstritten. In dem Zusammenhang war das Land 2014 unter der damaligen Präsidentin Cristina Fernandez erneut zahlungsunfähig geworden. Die Ende 2015 gewählte Mitte-Rechts-Regierung unter Präsident Mauricio Macri versucht, durch die Beendigung von Streitigkeiten mit internationalen Firmen und Anlegern verstärkt ausländisches Geld ins Land zu holen, um die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas anzuschieben.

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