Unternehmen / Konsum

Gezerre um Aryzta geht in die nächste Runde

Analyse | Der angeschlagene Tiefkühlbäcker steht einmal mehr vor turbulenten Wochen. Die Pläne der kritischen Aktionärsgruppe finden am Markt Anklang.

Die kritische Aktionärsgruppe von Aryzta geht in die Offensive. An einer Veranstaltung am Donnerstag präzisierte der aktivistische Investor Veraison seine Absichten für den kriselnden Spezialisten für Tiefkühlbackwaren. Gleichzeitig erhöhte die Gruppe ihren Anteil auf mehr als 20%.

Zum grössten Teil sind die Pläne bereits bekannt. Die erhofften Neuerungen betreffen zwei Ebenen: Strategie und Personal. An einer ausserordentlichen Generalversammlung sollen die ehemaligen Aryzta-Manager Urs Jordi und Armin Bieri sowie der Deutsche Heiner Kamps in den Verwaltungsrat gewählt werden.

Die Chancen stehen nicht schlecht. Die Gruppe sieht den britischen Vermögensverwalter JO Hambro (4%) hinter sich, ebenso wie etliche Kleinaktionäre. «Von denen gibt es immer noch viele», sagte Veraison-Gründer Gregor Greber. «Wir sind überzeugt, dass die Aktionärsdemokratie auf unserer Seite steht und wir mit unseren Vorschlägen durchkommen.» Historisch lag die Aktionärsbeteiligung an Aryzta-GV etwa bei 50%. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?