Unternehmen / Konsum

Aryzta erhält weitere Unterstützung

Neben ISS empfiehlt auch das Schweizer Pendant Ethos, Andreas Schmid als VR-Präsidenten von Aryzta zu wählen.

(AWP) Der Backwarenkonzern Aryzta (ARYN 0.80 -1.72%) erhält im Vorfeld der Mitte September geplanten ausserordentlichen Generalversammlung weiteren Support. Nach dem einflussreichen US-Stimmrechtsberater ISS empfiehlt auch das Schweizer Pendant Ethos die Wahl des von Aryzta vorgeschlagenen Andreas Schmid zum neuen Präsidenten.

Der ehemalige Barry-Callebaut-Chef bringe grosses Know-how aus der Nahrungsmittelindustrie mit, schreibt Ethos am Mittwochabend in einer Mitteilung. Zudem habe er Erfahrungen als Präsident bei Firmen wie Gategroup oder Flughafen Zürich (FHZN 160.50 -1.11%) gesammelt, die restrukturiert werden mussten. Und Schmid habe angedeutet, dass er Mandate abtreten werde, um sich auf die Aufgaben bei Aryzta fokussieren zu können.

Schmid tritt im Kampf um das Präsidium am 16. September gegen den früheren Hiestand-Chef Urs Jordi an, der von den Aktionären Veraison und Cobas portiert wird. Jordi soll den Plänen der Aktionäre zufolge Aryzta zurück auf die Erfolgsspur führen. Am Montag hatte bereits ISS empfohlen, Schmid als neuen Präsidenten zu wählen.

Einig sind sich Ethos und ISS auch, dass die von den Aktionären ins Feld geführten Kandidaten Jordi und Heiner Kamps als Mitglieder des Verwaltungsrats ins Gremium gewählt werden sollen. Mit zwei Vertretern wäre die Aktionärsgruppe laut Meinung von Ethos angemessen im Verwaltungsrat vertreten. Daher stellt sich Ethos gegen den dritten Kandidaten Armin Bieri.

Desweiteren hat sich Ethos gegen die von den Aktionären verlangte Abwahl von Annette Flynn aus dem Verwaltungsrat ausgesprochen. Der Abwahl von Kevin Toland stimmt Ethos dagegen zu, wie es in einer Mitteilung von Aryzta heisst. ISS stellte sich bei Flynn und Toland auf die Seite des Backwarenkonzerns. Sie sollen gemäss den ISS-Empfehlungen im Verwaltungsrat verbleiben.

Bereits klar ist, dass der heutige Verwaltungsratspräsident Gary McGann zurücktreten wird. Mit ihm werden auch Dan Flinter und Rolf Watter aus dem Gremium austreten.