Unternehmen / Konsum

Aryzta läuft die Zeit davon

Analyse | Der Backwarenhersteller braucht dringend Cash, um die hohe Verschuldung zu senken. Unterdessen verlieren die Aktien an Boden.

Einiges ist unter neuem Management geblieben, wie es unter dem alten war: Die Ergebniszahlen, die der angeschlagene Backwarenhersteller Aryzta vorlegt, sind schwer verdaulich und von Sondereffekten geprägt. Antworten auf die Fragen an einer Telefonkonferenz fallen unverbindlich aus. «Es fehlt ein klarer Plan», kritisiert ein Marktteilnehmer, der zuletzt seinen Kunden gegenüber eine positive Meinung zu diesem Mid Cap vertreten hatte.

Das Management mit CEO Kevin Toland, seit September im Amt, und dem im Januar angetretenen Finanzchef Frederic Pflanz spricht von einem mehrjährigen Turnaround-Programm, begleitet von Wendungen wie: «Wir nehmen uns Zeit.» Auf die Geduld des Marktes sollte Aryzta aber nicht hoffen. Das zeigt die Kursreaktion auf das Ergebnis der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018, das im Juli schliesst: Zwar eröffneten die Papiere 3,7% über dem Freitagsschlusskurs. Dann aber gewannen die Bären Oberhand, und die Titel lagen plötzlich bis zu 7,7% im Minus, womit sie 43% tiefer als Ende letzten Jahres notierten.

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Leser-Kommentare

Tobias Schait 23.03.2018 - 14:01
Ich war sogar in Irland, um mit der Führung zu sprechen und mir ein Bild zu machen. Eine Kapitalerhöhung wird nicht “irgendwann nicht zu umgehen sein”, sondern die Wahrscheinlichkeit einer Kapitalerhöhung wird in der Zukunft immer geringer, falls sich der EBITDA wieder normalisiert und keine Sonderaufwände mehr anfallen (Wertberichtigungen sind jetzt vorgenommen; Probleme mit Cloverhill gelöst, schnelle Überwälzung von Logistikkosten,… Weiterlesen »