Unternehmen / Konsum

Aryzta-Aktionäre sind um eine Option ärmer

Analyse | Nach Andreas Schmids Rückzug ist Urs Jordi der einzige Kandidat für den VRP-Posten. Das Übernahmeszenario bleibt.

Der Showdown ist geplatzt. Andreas Schmid hat seine Kandidatur als Verwaltungsratspräsident (VRP) von Aryzta zurückgezogen. An der Generalversammlung (GV) des Tiefkühlbäckers ist somit Urs Jordi, portiert von den aktivistischen Aktionären Cobas und Ver­aison, der einzige Kandidat. Formal ist damit der Weg für ihn frei, rechnerisch auf jeden Fall. Auf dem Tisch liegt aber weiterhin das Szenario Übernahme, das Jordis Turnaroundplänen zuwiderläuft. Gemäss früheren Angaben verhandelt Aryzta mit der Tochter der US-Hedge-Fund-Gesellschaft Elliott Management von Paul Singer über einen Verkauf.

In der knappen Mitteilung, in der Aryzta Schmids Rückzieher bekannt gibt, wird dieser zitiert, er habe sich als Kandidat für das Präsidium einer unabhängigen Gesellschaft oder eines Unternehmens mit starken industriellen Interessen zur Verfügung gestellt. Nach den jüngsten Entwicklungen, gemeint sind die Gespräche mit Elliott, sei klar geworden, dass diese Lösung nicht länger eine Option sei. Schmid hatte sich dafür ­ausgesprochen, den für die Hiestand-Gipfeli bekannten Backwarenkonzern unternehmerisch weiterzuentwickeln. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare

Tobias Schait 15.09.2020 - 10:54

Andreas Schmid hat hervorragende Arbeit bei Barry Callebaut geleistet. Sein Palmarès wurde verdient mit hochdotierten Mandaten honoriert. Bei Aryzta ist jetzt jedoch in meiner Sicht Branchenkompetenz im engeren Sinn gefragt. Es ist Andreas Schmid hoch anzurechnen, dass er Aryzta vor einer psychologischen Zerreissprobe bewahrt und einen Weg zulässt, der aus positiver Energie beginnt.