Unternehmen / Konsum

Aryztas Solo-Pläne

Analyse | Der Tiefkühlbäcker lehnt die Offerte von Elliott ab und will das Geschäft in Nord- und Lateinamerika verkaufen.

Aryzta unterstreicht und skizziert den ­Alleingang noch etwas genauer. Wie der Tiefkühlbäcker am Freitagabend mitteilte, lehnt der Verwaltungsrat das Übernahmeangebot von Elliott ab. Der Hedge Fund stellte 0.80 Fr. je Aktie in Aussicht. Teil des Angebots waren Refinanzierungskonditionen für den hoch verschuldeten Konzern. Auf diese verweist Aryzta, begründet die ablehnende Haltung jedoch nicht genauer. Ein erneuter Versuch von Elliott ist noch möglich, wird aber unwahrscheinlicher. Der Investor könnte jederzeit ein feindliches Angebot zu einem höheren Preis lancieren.

Ebenfalls am Freitag nach Börsenschluss gab Aryzta bekannt, man wolle sich vom Geschäft in Nord- und Lateinamerika trennen, woher mehr als 40% des Umsatzes stammen. Damit wurde schon lange gerechnet. Aber offenbar sind die Gespräche mit interessierten Käufern, Mitarbeitern und Kunden so weit fortgeschritten, dass die Führung keine Zweifel mehr an der Durchführbarkeit hat. Gemäss früheren Aussagen will VR-Präsident und Interim-CEO Urs Jordi mit Devestitionen 600 bis 800 Mio. € einnehmen und damit die Schulden senken. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?