Unternehmen / Schweiz

Ascom stellt Alleingang in Frage

Der CEO ist weg, miserable Zahlen und ein ewiger Transformationsprozess: Der Kommunikationsspezialist für Spitäler sucht den Befreiungsschlag.

Wieder von vorne. Der am Montag gemeldete Abgang von CEO Holger Cordes beschliesst das letzte Kapitel der jüngsten Ascom-Geschichte. Es ist ein trauriges Kapitel. Cordes war Mitte 2016 angetreten, um aus dem Gemischtwarenladen für Übermittlungstechnik einen fokussierten Kommunikationsspezialisten für Spitäler zu formen. Die Investoren waren begeistert von den Aussichten der «neuen Ascom». Sie schickten die Aktien Ende 2017 auf über 25 Fr. Nun sind die Papiere wieder so viel wert wie 2013, weniger als 10 Fr.

Jeannine Pilloud, seit April VR-Präsidentin, übernimmt zusätzlich den CEO- Job. Sie geniesst das Vertrauen des grössten Aktionärs Veraison und muss Ascom nun aus der Sackgasse führen. Auslöser für den Führungswechsel war eine Gewinnwarnung. Statt zu wachsen, ist Ascoms Umsatz im ersten Semester 4,2% geschrumpft, die Ebitda-Marge hat sich von 6,5 auf 1% verengt. Die noch im Juni bestätigten Jahresziele sind im Prinzip ausser Reichweite. Nach 2017/18 droht Ascom auch im dritten Jahr der Transformation die eigenen Ziele zu verfehlen.

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