Märkte / Makro

Asiens eigene Freihandelszone

China schliesst sich mit vierzehn Ländern zur RCEP zusammen. Im Wesentlichen geht es um den Abbau von Zöllen.

Peter Rohner und Ernst Herb

Während sich die USA unter Präsident Trump vom Freihandel abgewandt haben, rücken nun dafür die asiatischen Länder stärker zusammen. Am Wochenende haben fünfzehn Nationen aus dem asiatisch-pazifischen Raum das regionale Freihandelsabkommen RCEP unterzeichnet. Das Kürzel steht für Regional Comprehensive Economic Partnership und stellt die aussenwirtschaftlichen Beziehungen der beteiligten Länder auf ein neues Fundament, trotz aller politischen Rivalitäten. In Kraft treten soll die von China vorangetriebene Partnerschaft Mitte nächsten Jahres, sobald genügend nationale Parlamente den Vertrag ratifiziert haben.

Zur neuen Freihandelszone gehören die Asean-Staaten, Australien und Neuseeland sowie die Wirtschaftsschwer­gewichte China, Südkorea und Japan. Selbst ohne Indien, das sich vor einem Jahr aus dem Projekt zurückgezogen hat, wird RCEP zumindest formal zum grössten Handelsblock. Das Bruttoinlandprodukt der fünfzehn Länder summiert sich auf über 26 Bio. $ und übertrifft das der EU um 10 Bio. $. Das Abkommen betrifft 2,2 Mrd. Menschen und deckt über 30% des Welthandels ab. Bis 2030 dürften die Länder der RCEP über 50% der Weltwirtschaft ausmachen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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