Märkte / Emerging Markets

Asiens Währungsfonds feiert den zwanzigsten Geburtstag

Auch dank der Chiang-Mai-Initiative ist die währungspolitische Zusammenarbeit zwischen den asiatischen Ländern selbst in Krisen nie ganz abgebrochen.

Trotz der verschärften geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China bleibt der Dollar die Ankerwährung Asiens. Allerdings will in Fernost nicht nur Peking eine Alternative zum Greenback schaffen. Dabei gibt es in der Region jenseits aller wirtschaftlichen Rivalitäten und historischen Animositäten bereits seit langen Jahren grenzüberschreitende Bemühungen, die geldpolitische Dominanz der US-Notenbank zurückzudrängen, wenn nicht sogar ganz abzuschütteln.

Das wohl beste Beispiel ist die Chiang-Mai-Initiative, die vor zwanzig Jahren massgeblich auf Betreiben Japans aus der Taufe gehoben worden ist. Damals beschlossen die zehn Mitglieder des Verbands Südostasiatischer Staaten (Asean) plus Japan, China und Südkorea an der in der nordthailändischen Stadt Chiang Mai abgehaltenen Jahrestagung der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB), einen Teil ihrer Devisenreserven in einen gemeinsamen Kapitalpool zusammenzulegen. Mit dem vorerst 120 Mrd. $ schweren Swap-Abkommen sollten zukünftig spekulative Angriffe auf die Währungen einzelner Mitglieder durch das Erteilen von Überbrückungskrediten gemeinsam abgewehrt werden.

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