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Von Aston Martin kommt ein Continuation Car, ein Oldtimer-Nachbau.

Nachdem Jaguar zuerst den E-Type Lightweight als Continuation Car auf den Markt gebracht und dann gleich den XKSS mit ein paar neuen Chassisnummern verwässert hat, macht jetzt auch noch Aston Martin bei diesen Eigenarten mit.

Es werden 25 DB4 GT «nachgebaut», immerhin in den alten Hallen von Newport Pagnell, nach Spezifikationen von 1963. Also der klassische 3,7-Liter-Reihensechser, etwa 340 PS, manuelles Vierganggetriebe, Sperrdifferenzial  wie damals die acht Exemplare des Lightweight.

Fahren darf man diese Teile aber nur auf Rennstrecken, sie sind Teil eines «Kundenprogramms», bei dem man für den Besitz und Fahrkurse bezahlt, sie aber nicht mit nach Hause nehmen kann. Auch eher: eigenartig. Aber vom Gesetzgeber geregelt: «Neue» Autos müssen, auch wenn sie «alt» sind, gewisse Regeln einhalten.

Aston Martin hat ja Erfahrung mit «Fortsetzungen», vom DB4 GT Zagato gab es das schon, den Sanction II und III. Die Frage könnte durchaus lauten: Wer kauft so was? Wer will für viel Geld einen Oldtimer, der gar keiner ist? Ein Auto, das alt ist, alt aussieht, aber gar nicht alt ist? Ein Fahrzeug, das nur eine Kopie einer Legende ist, einen Wagen, der etwas darstellen will, was er gar nicht sein kann?

Die Nachfrage scheint da zu sein: Der Nachbau des Aston Martin DB4 GT wird sich problemlos verkaufen. Die Pseudo-Lightweight-E-Type sind weg, auch die XKSS-Replicas fanden Kunden.

Bei geringen Stückzahlen – aber vielleicht müssten sich Aston Martin und Jaguar einmal überlegen, warum das Geschäft mit den Neukonstruktionen nicht so gut läuft. Warum ein DB4 als cool gilt, warum die Preise für echte E-Type wieder steigen. Wenn die Erkenntnis daraus lautet, die Vergangenheit zu kopieren, dann ist das traurig.