Märkte / Aktien

Auch der Aktienmarkt sendet Warnsignale

Mehrere Indikatoren an der Börse zeigen eine markante wirtschaftliche Abkühlung oder gar eine Rezession an. Gefragt sind defensive Titel.

Peter Rohner und Martin Lüscher

Der laufende Konjunkturzyklus könnte als der kürzeste in die Geschichte eingehen. Knapp zwei Jahre nach der letzten Rezession wird schon wieder über die Gefahr eines gesamtwirtschaftlichen Abschwungs dis­kutiert. Auslöser waren die Bewegungen am Bondmarkt:

Eine inverse Zinskurve – davon spricht man, wenn die kurzfristigen Anleihenrenditen über die langjährigen steigen – war in der Vergangenheit ein ­zuverlässiges Rezessionssignal.

Doch nicht nur am Anleihenmarkt werden Inflations- und Rezessionswahrscheinlichkeiten gehandelt. Auch Aktienkurse spiegeln die Erwartungen zur künftigen konjunkturellen Entwicklung. Die Börsen korrigieren in der Regel, bevor die Rezession losgeht. Doch wer nur auf die Indizes schaut, verpasst womöglich den Anfang. So kann der breite Aktienmarkt weiter steigen, während unter der Oberfläche von riskanten in defensive Sektoren umgeschichtet wird. FuW stellt sechs Aktienindikatoren vor, die ein Sensorium für nahendes Unheil haben.

Relative Bewertung

In Erwartung eines Abschwungs sind Anleger bereit, mehr zu bezahlen für Aktien von Unternehmen mit einem stabilen Ertrag. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) dieser defensiven Valoren steigt. Weniger geschätzt wird dann der manchmal hohe, aber unsichere Gewinn von Unternehmen aus konjunktursensiblen Branchen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?