Märkte / Makro

Auch in Zukunft werden Anleger betrogen

Ermittler trauern alten Zeiten nach: Anleger auszunehmen, hat sich wegen des Internets globalisiert. Geschickt ­werden den Investoren grosse Gewinne vorgegaukelt.

Eine innovative Branche: Anlagebetrüger verbinden sich gerne mit neuen Industrien, noch wenig bekannten Anlageklassen oder gehypten Investmentstrategien, um Geld anzulocken. So heisst es im Jahresbericht der Staatsanwaltschaft Zürich: «Ein relativ neues Phänomen sind Cyberanlagebetrüge in den Bereichen binäre Optionen und Kryptowährungen.» Aus dem Ausland operierende Betrüger ­hätten Beträge von «erheblichem Umfang» einsammeln können, dank gefälschter Webseiten und Handelsplattformen.

Hochstapler, die sich neue Phänomene zunutze machen – das ist ein altes Muster. Dies zeigen die Beispiele aus der nahen und der weiteren Vergangenheit. Dieter Behring, genannt «Basler Madoff», kam immerhin auf 800 Mio. Fr. Wie Madoff warb er mit mysteriösen Trading-Methoden, die er geheim halten müsse. Im 19. Jahrhundert machte sich Gregor MacGregor die Erfolgsgeschichten von Siedlern in Amerika zunutze. Und Elizabeth Holmes konnte als 22-jährige Uni-Abbrecherin mit einer scheinbar revolutionären Technologie 700 Mio. $ an Startkapital sammeln – von gewieften Unternehmern wie Medienzar Rupert Murdoch und Oracle-Gründer Larry Ellison. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?