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Auch Staatsanleihen werden grün

Deutschland und Schweden emittieren ihre ersten Green Bonds und bringen Schwung in das Segment. Doch die Skepsis bleibt.

Deutschland und Schweden feiern Premiere. Diese Woche haben sie ihre erste grüne Staatsanleihe emittiert. Stockholm verkaufte am Montag ein zehnjähriges Papier mit einem Coupon von 0,125%. Deutschland wählte am Mittwoch dieselbe Laufzeit, aber einen Coupon von 0%. Bei beiden ist vertraglich geregelt, dass der Staat die aufgenommenen Mittel nur für Ausgaben verwenden darf, die der Umwelt nützen.

Green Bonds sind populär. Entwicklungsbanken und Unternehmen emit­tieren sie fleissig. Dass auch Staaten sich ihrer bedienen, kommt dagegen selten vor. Grünen Staatsanleihen geht der Ruf des Exoten voraus, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass Schuldner wie die Fidschi-Inseln und Indonesien auf sie zurückgegriffen haben. Polen und Frankreich legten zwar 2016/17 die ersten grünen Staatsanleihen auf. Aber danach folgten nur wenige europäische Partner. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?