Märkte / Emerging Markets

Auf Covid folgen Schulden, Krieg und Hunger

Am Treffen von IWF und Weltbank treten die globalen Krisen offen zutage. Die US-Zentralbank könnte mindestens eine davon noch verschlimmern.

Janet Yellen hat derzeit viel zu tun. Noch bis Sonntag findet in Washington das Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank statt. Beide sind die führenden Organisationen der globalen Finanzhilfe und Entwicklungsfinanzierung. Eigentlich wäre es ein Heimspiel für die US-Finanzministerin.

Doch Yellen war penibel darauf bedacht, Veranstaltungen zu vermeiden, an denen russische Offizielle teilnahmen. Bei einer Sitzung der zwanzig grössten Volkswirtschaften (G-20) standen Yellen und US-Verbündete auf und verliessen demonstrativ den Raum, als Vertreter des Putin-Regimes das Wort ergriffen. Die US-Regierung drängt nun darauf, Russland aus den G-20 auszuschliessen.

Von der Krise in die Krise

Das Treffen in der US-Hauptstadt wurde überschattet von Putins Angriffskrieg in der Ukraine. Gegenüber den Alliierten drängte Yellen diese Woche darauf, die Sanktionen gegen Russland zu verstärken. Die EU berät zurzeit über einen phasenweisen Exportstopp für russisches Öl.

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