Märkte / Derivate

Auf die Gesundheits- folgt die Nahrungskrise

Lebensmittel kosten so viel wie zuletzt im Jahr 2014. Getreide und Öl sind besonders betroffen.

Agrarrohstoffe haben ein turbulentes Jahr hinter sich. Immer wieder hatten die Bauern mit extremen Wetterbedingungen zu kämpfen. Zudem liess der Pandemieausbruch in der ersten Jahreshälfte die Preise sinken. Luxusprodukte wie Kaffee wurden nicht mehr gekauft, und die Nachfrage nach Biotreibstoffen brach ebenfalls ein, was auf die Mais-, Palmöl- und Zuckerrohrpreise drückte. 

In den vergangenen Wochen haben sich die Preise aber mehr als nur erholt, für gewisse Agrarerzeugnisse wurden neue Höchstwerte erreicht. Das hat Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise: Sie sind so hoch wie zuletzt vor sechs Jahren. Das zeigt der Index der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der die internationalen Preise der meistgehandelten Agrarrohstoffe misst. Alle Nahrungsmittelgruppen sind im November teurer geworden. Speiseöle haben am meisten zugelegt, gefolgt von Getreide, während Fleisch nur minim mehr kostet als im Vormonat. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?