Unternehmen / Konsum

«Auf einem Weg, der Freude macht»

Stéphane Waser, Managing Director von Maurice Lacroix, hat mit der Uhrenmarke von DKSH viel vor.

Für die Schweizer Uhrenindustrie war 2020 ein Jahr des Schreckens. Die Exporte gingen gemessen nach Stückzahlen um ein Drittel zurück. Besser erging es der kleinen Marke Maurice Lacroix. Managing Director Stéphane Waser hat in den vergangenen Jahren viel Aufbauarbeit geleistet und im letzten Jahr den Turnaround des Unternehmens, das zu DKSH gehört, bestätigt. Ausruhen kann sich der 45-Jährige aber nicht. Denn DKSH sucht für den Uhrenhersteller aus dem Jura einen neuen Eigentümer.

Waser stiess 2008 als Marketingdirektor zu Maurice Lacroix und hat mit ihr Höhen und Tiefen durchlebt. 2019, im letzten Jahr vor Corona, schaffte die Marke den Sprung in die Gewinnzone. Noch ein Jahr später sagt Waser, trotz Pandemie: «Wir sind nun auf einem Weg, der richtig Freude macht und Perspektiven erkennen lässt.» In Zahlen ausgedrückt bedeutet das für 2020 ein Rückgang um 10 bis 20%, deutlich weniger, als ihn die Industrie erlitt.

«Wir brauchten neue Ideen für ein neues Publikum. Das haben wir erkannt und umgesetzt.»

Ausschlaggebend waren zwei Faktoren. An erster Stelle stand die bereits 2016 eingeleitete Rückbesinnung darauf, was hinter dem Erfolg der in Wasers Geburtsjahr 1975 gegründeten Maurice Lacroix stand, «Uhrmacherkunst mit hoher Wertigkeit und demokratischen Preisen», wie Waser sagt. An zweiter Stelle half die frühzeitige Weichenstellung Richtung Digitalmarketing und Onlinevertrieb.

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