Märkte / Derivate

Aufgepasst auf die Liquiditätsfalle in Fonds

Bei Anlagefonds mit illiquiden Titeln droht die Gefahr, dass ein Verkauf nicht reibungslos abläuft.

Pascal Meisser, Philippe Béguelin

Neil Woodford galt in Grossbritannien als unfehlbarer Star-Fondsmanager – bis er unlängst unter Beschuss geraten ist. Als Investoren Anteile seines Aktienfonds verkaufen wollten, fehlte Woodford die Liquidität, um die Fondsanteile entgegenzunehmen. Das lag primär daran, dass der Fonds in erheblichem Ausmass in illiquiden und teils gar nicht kotierten Titeln investiert ist.

Woodford ist nicht das einzige Beispiel eines Fondsmanagers, der in letzter Zeit in die Liquiditätsfalle gelaufen ist. Im Juni haben Anleger massiv Geld aus Anlagefonds des britischen Fondsanbieters H2O abgezogen. Gemäss dem Analysehaus Morningstar hatte der Fondsmanager nicht nur in illiquide Titel investiert, sondern war zudem in Interessenskonflikte involviert. Vor gut einem Jahr konnte auch der Schweizer Vermögensverwalter GAM bei einigen Fonds zeitweise keine Anteile mehr zurücknehmen.

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