Unternehmen / Finanz

Aufregung um Leaver-Listen

Das US-Justizdepartement hat eine Formatvorlage für die Leaver-Listen verschickt, die Befürchtungen weckt, die USA könnten versuchen, das Schweizer Amtshilfeverfahren auszuhebeln.

Müssen Abschleicherlisten auf den Rappen genau erstellt und auf Tagesbasis rapportiert werden? Das US-Justizdepartement (DoJ) hat eine Formatvorlage für die Leaver-Listen verschickt, die Befürchtungen weckt, die USA könnten versuchen, das Schweizer Amtshilfeverfahren auszuhebeln.

Gegen hundert Schweizer Banken bzw. ihre US-Rechtsvertreter haben Post vom DoJ bekommen. «Das geht zu weit, mit Schweizer Recht ist das unvereinbar.» So beurteilte Eric Stupp, Anwalt bei Bär & Karrer, die vom DoJ verschickte Anleitung im Rahmen seines Vortrags an der Finanzmarktrechts-Tagung des Europa-Instituts.

Worum geht es? Leaver-Listen enthalten Angaben zu den sogenannten Abschleichern, aber keine Kundennamen. Die Listen sollen den Amerikanern dazu dienen, via Amtshilfeverfahren an die Namen von Steuersündern zu kommen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?