Unternehmen / Ausland

Aufspaltungen bergen Profit für Aktionäre

Mehrere deutsche Konzerne planen den Börsengang von Tochtergesellschaften. Das nützt in der Regel allen.

Rote Zahlen, starker Wettbewerb, Probleme bei der Wende zu erneuerbaren Energien, das alles in der Coronapandemie – der Start von Siemens Energy an der Börse war alles andere als einfach. Ende September 2020 wurden die Papiere der Ex- Siemens-Tochter erstmals gehandelt, rutschten am ersten Handelstag unter den Einstandskurs von 23 € und dümpelten anschliessend mehrere Wochen vor sich hin.

Tempi passati: Die Börsenstory von Siemens Energy hat mittlerweile gegriffen. Seit dem IPO (Initial Public Offering) liegen die Valoren fast 40% im Plus, liefen deutlich besser als der Markt. Seit gut einem Monat gehören sie zum deutschen Leitindex Dax.

Deutscher Meister im Teilen

Siemens kann für sich den Titel als deutscher Meister in Sachen Abspaltungen in Anspruch nehmen: mit Firmen wie Siemens Energy, den Medizinaltechnikexperten von Siemens Healthineers, der einstigen Chipsparte Infineon, dem Windkraftbereich Gamesa, den Lichtspezialisten von Osram, der Netztochter Siemens Networks oder dem PC-Bauer Siemens Nixdorf, der Handysparte Siemens Mobile, dem Dienstleister Siemens IT Solutions sowie dem schon lange pleitegegangenen Elektronikkomponentenhersteller Epcos und noch weiteren. Meistens entwickelten sich die Spin-offs nach der Trennung positiv. Kein Wunder, folgen andere dem Kurs: Mit BASF, Continental, Daimler, Fresenius und ProSiebenSat.1 planen weitere deutsche Konzerne Abspaltungen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?