Märkte / Makro

Aufträge der Schweizer Industrie sinken

Der starke Franken hat Schweizer Waren im Ausland verteuert. Die Industrieproduktion ist im dritten Quartal um 3,1% geschrumpft.

(Reuters) Der Auftragsrückgang der Schweizer Industrieunternehmen hat sich im dritten Quartal verlangsamt. Die Branche leidet aber weiterhin unter der schockartigen Franken-Aufwertung nach der Abkehr von der Euro-Anbindung. Die Bestellungen sanken von Juli bis September gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,1%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte das Minus nach revidierten Zahlen noch 6,3% betragen.

Die Industrieproduktion verminderte sich im dritten Quartal um 3,1% und die Umsätze gingen um 6,2% zurück.

Die Schweizer Notenbank hatte im Januar die mehr als drei Jahre geltenden Euro-Kursuntergrenze von 1,20 Fr. aufgegeben. Der darauffolgende sprunghafte Anstieg des Frankens verteuert Schweizer Waren im Ausland und macht sie weniger konkurrenzfähig. Aktuell werden für die Gemeinschaftswährung 1,0850 Fr. bezahlt.

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