Unternehmen / Ausland

Auslandbanken schärfen ihr Profil

Die Coronakrise könnte zu einer weiteren Konsolidierungswelle führen. Chancen gibt es im Corporate Banking.

«Probieren Sie mal in anderen europäischen Ländern, jemanden für ein Investment in Chile zu interessieren. Aufgrund der kurzen Wege und der internationalen Ausrichtung können solche Investments in der Schweiz dagegen vergleichsweise rasch vollzogen werden.» So beschreibt Stefan Bollinger, Co-Leiter des Wealth-Management-Geschäfts von Goldman Sachs in Europa und verantwortlich für die Schweiz, einen der wesentlichen Standortvorteile des Schweizer Finanzplatzes für Auslandbanken.

Dieser Fokus ist mit ein Grund dafür, dass die Schweiz für die US-Grossbank ein wichtiger Markt ist. Im Investment Banking etwa ist Goldman Sachs vorne dabei. «Zulegen können wir sicher noch bei der Vermögensverwaltung», sagt Bollinger. Auch in der Schweiz will das Geldhaus den Bereich ausbauen. 2019 wurde die Zürcher Filiale der Global-Markets-Abteilung aufgewertet und ermöglicht es nun, alle Geschäfte lokal abzuwickeln. Zusätzliche Berater sollen sich um die Assets kümmern. Aufgrund der Coronakrise ist die Bank derzeit eher zurückhaltend mit den Einstellungen, hält aber grundsätzlich an ihrem Wachstumskurs fest.

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