China – wer sonst: Der grösste Aussenhandelspartner der existenziell bedrängten Ukraine ist China. Der Export der ­Ukraine besteht, bislang wenigstens, zu gut zu einem Drittel aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen – Getreide, Fleisch, pflanzliche Öle –, daneben etwa aus Eisenerz, Stahl und ­Maschinen. Eingeführt werden hauptsächlich Fahrzeuge, Maschinen, Treibstoff oder Pharmazeutika. Rund 70% des Warenaustauschs des Landes erfolgt(e) über den Hafen von Odessa. Den haben die russischen Invasoren bis dato nicht eingenommen, doch wenn sie der Küste entlang weiter westwärts vorstossen sollten, hätte die Ukraine keinen Zugang mehr zum Seefrachtumschlag. Das Handelsvolumen mit Russland war vor dem Überfall zwar vergleichsweise substanziell, wie die hier dargestellten Top Ten zeigen, doch um den Faktor sieben geringer als noch 2011. Seit der nun hochgradig gefährdeten Unabhängigkeit (1991 von der ­Sowjetunion bzw. faktisch von Russland) und erst recht seit Putins Annexion der Krim 2014 hat sich die ukrainische Aussenwirtschaft gründlich umorientiert, nach China und der Europäischen Union. Die grössten EU-Handelspartner (Polen, Deutschland, Italien) addiert sind gewichtiger als China: Europa – wer sonst. Die ukrainischen Ausfuhren in die Schweiz übrigens sind marginal, dagegen wird ein gewisses Volumen bezogen, namentlich Pharma.