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Aussichten für Schweizer Konjunktur erneut besser

Das Kof-Konjunkturbarometer ist im Februar gestiegen. Das Barometer beruht allerdings auf dem Stimmungsbild vor dem Ausbruch des Coronavirus in Norditalien.

(AWP) Die Aussichten für die Schweizer Konjunktur sind gemäss dem Kof-Konjunkturbarometer vom Februar erneut besser geworden. Die Konjunkturforscher der ETH Zürich betonen aber, dass das Barometer auf dem Stimmungsbild vor dem Ausbruch des Coronavirus in Norditalien beruht.

Konkret stieg das Kof-Barometer im Februar im Vergleich zum Vormonat um 0,8 auf 100,9 Zähler. Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Ökonomen hatten Wert des Frühindikators deutlich tiefer bzw. lediglich im Bereich von 97,0 bis 98,0 Punkten erwartet.

Mit dem dritten Anstieg in Folge befindet es sich nun über dem langjährigen Durchschnittswert, wie die Kof am Freitag mitteilte. Demzufolge wäre für die Schweizer Wirtschaft in der näheren Zukunft mit deutlich positiven Wachstumsraten zu rechnen. Das Coronavirus, das nun auch in der Schweiz angekommen ist, macht dieser Erwartung allerdings einen Strich durch die Rechnung.

Die Kof schreibt denn auch, dass die Antworten zur Konjunkturumfrage vom Februar, die das grösste Gewicht im Barometer hat, «zum allergrössten Teil» vor dem Bekanntwerden der Ausbreitung der Infektionen in Norditalien abgegeben worden seien.

Bessere Stimmung im verarbeitenden Gewerbe

Der deutliche Anstieg des Barometers seit Dezember ist laut Kof vor allem von einer Stimmungsverbesserung im Verarbeitenden Gewerbe getrieben. Leicht negativ hätten lediglich die Indikatoren des Finanzsektors ausgewirkt. Die übrigen im Barometer berücksichtigten Indikatorengruppen (Auslandsnachfrage, Baugewerbe, Gastgewerbe, übrige Dienstleistungen und Konsumnachfrage) zeigen laut den Angaben gegenüber dem Vormonat ein praktisch unverändertes Bild.

Das Kof-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus einer Vielzahl von Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.