Märkte / Makro

Australien hängt am schwarzen Gold

Canberra wehrt sich vor der Klimakonferenz COP26 gegen Forderungen, seine Abhängigkeit von Kohle zu reduzieren.

Urs Wälterlin, Canberra

Hunter Valley nördlich von Sydney nennen sie einen «Fluss aus Gold» – schwarzem Gold –, der niemals trocken werden dürfe. Kohle. Rund um die Uhr graben gigantische Schaufelbagger in kilometerlangen Tageminen ab, wovon Australien noch Reserven für Hunderte von Jahren hat.

Die Welt mag dem führenden Klimakiller den Rücken kehren. In traditionellen Kohleorten wie Muswellbrook aber findet man nur Optimisten. «Die Menschen werden immer Kohle brauchen», so ein Lastwagenfahrer gegenüber FuW, «und wir werden sie liefern.» Einen Steinwurf davon entfernt pumpt ein Kohlekraftwerk weissen Dampf in die Atmosphäre. 68,6% des Stroms in Australien werden mit dem Verbrennen von Kohle produziert.

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