Unternehmen / Industrie

Chipmangel bremst Autoneum aus

Analyse | Der Chipmangel führt zu einer Gewinnwarnung beim Automobilzulieferer. Für risikobereite Anleger bleiben die Aktien aber ein klarer Kauf.

Der Höhenflug der Aktien von Autoneum ist vorbei. Ihre Performance ist nicht mehr viel besser als die des marktbreiten SPI. Die Aktien profitierten das ganze Jahr von der starken Hoffnung auf eine Erholung der Automobilbranche, die mit Vollgas aus der Coronakrise fahren sollte. Doch nun fehlen Computerchips, und das schlägt jetzt mit Wucht auch auf Autoneum durch. Weil wesentlich weniger Autos gebaut werden, als man das noch vor einigen Monaten dachte, kassiert das Unternehmen seine im Sommer gemachten Prognosen für das laufende Jahr und rudert zurück.

Ebit-Marge dürfte sich halbieren

Der Umsatz dürfte im zweiten Halbjahr etwa 10% tiefer sein als die 890 Mio. Fr., die im ersten Semester eingenommen wurden. Damals hatte man noch einen höheren Umsatz für die zweite Jahreshälfte prognostiziert. Auch der Betriebsgewinn (Ebit) muss leiden. Die Marge wird deutlich sinken. Das Unternehmen rechnet nun mit einer Marge von nur noch 2 bis 3%. Das ist gut halb so viel wie die im ersten Halbjahr erzielten 5% und etwa die Hälfte der bisherigen Prognose für das zweite Halbjahr, die auf 4 bis 5% gelautet hatte. Effektiv dürfte der Ebit in der zweiten Jahreshälfte damit 16 bis 24 Mio. Fr. erreichen, im ersten Halbjahr waren es 44,7 Mio. Fr. gewesen. Der freie Cashflow dürfte ferner auf dem bisherigen Niveau stagnieren und nicht weiter steigen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?