Unternehmen / Finanz

Avaloq-CEO: «Das Interesse war gross»

Jürg Hunziker, CEO von Avaloq, über den Verkauf an NEC, die weitere Strategie sowie die Unterschiede zum Rivalen Temenos.

Seit dreissig Jahren arbeitet Jürg ­Hunziker in den Bereichen Finanztechnologie und Bankwesen. In der Branche war vermutet worden, dass der Avaloq-CEO sein Wissen für einen Bör­sengang des Softwareunternehmens gebrauchen würde, nun nützt es ihm als künftiger Führungskraft bei einer NEC-Tochtergesellschaft. «Mit NEC haben wir einen langfristig orientierten Eigentümer gefunden», erklärt er im Interview.

Herr Hunziker, wieso verkaufen Sie Avaloq jetzt, nach 35 Jahren im Markt?
Vor vier Jahren haben wir entschieden, unser Aktionariat langfristig aufzusetzen. Ein Börsengang war im Gespräch, das ist bekannt. Letztlich haben wir Warburg ­Pincus mit einem Anteil von 45% rein­geholt. Sie haben uns sehr geholfen bei Themen wie Governance oder Reporting. Aber uns war auch klar, dass ein privater Geldgeber auch ausscheiden möchte. Das Interesse an Avaloq war gross, Covid-19 hat den Verkaufsprozess verzögert. Doch mit NEC haben wir nun einen langfristig orientierten Eigentümer gefunden, mit dem Gründer, Management, Mitarbeiter und Kunden gut leben können.

«Eine traditionelle Bank, nur im Retailgeschäft tätig, hat heute keine Existenzberechtigung mehr.»

Wie profitiert Avaloq von NEC?
Überzeugt hat uns der Hintergrund von NEC. Sie lassen Unternehmen in ihrem Portfolio autonom agieren, greifen nur über den Verwaltungsrat ein. Zudem versprechen wir uns einen stärkeren internationalen Auftritt, vor allem in Japan und Taiwan, wo NEC gut unterwegs ist. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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