Unternehmen / Schweiz

Axel Weber: Banker ohne Furcht und Tadel

Seine Unbeirrbarkeit ist Axel Webers Stärke. Doch UBS ist noch lange nicht fertiggebaut.

Im Frühjahr wird Axel Weber seinen Posten als Verwaltungsratspräsident der UBS räumen. Ganz freiwillig tut er es nicht; dem Vernehmen nach wäre er gerne noch etwas geblieben. Dass es zwei braucht, um einen Axel Weber zu ersetzen, sagt einiges über den 64-jährigen Deutschen, der sein Amt nach zehn Jahren aufgibt. UBS kennt eine Amtszeitbeschränkung: «Kein Verwaltungsratsmitglied darf sein Mandat während mehr als zehn aufeinanderfolgenden Amtszeiten ausüben», heisst es zur  Corporate Governance. «Unter besonderen Umständen» könne der Verwaltungsrat diese Limite erhöhen.

«Besondere Umstände» liegen bei UBS insofern vor, als die Umstände besonders gut sind. Die Börsen boomen, die verwalteten Vermögen steigen, und die Investmentbank brummt. Das bringt höhere Einnahmen in der Vermögensverwaltung, im Asset Management und in der Investmentbank. Das abgelaufene Quartal war das beste in sechs Jahren.

Beharrliches Wirken

Das war nicht nur Glück, sondern auch das Ergebnis beharrlichen Wirkens. Unter Axel Weber und dem langjährigen CEO Sergio Ermotti hat UBS ihr Risiko deutlich reduziert, indem die Investmentbank verkleinert und stärker auf die Bedürfnisse des Wealth Management ausgerichtet wurde. Sodann wurde die Bank gemäss den Schweizer Vorgaben für systemrelevante Institute umstrukturiert, die Kapitalstärke aufgebaut, und es wurde juristischen Altlasten im Betrag von 12 Mrd. Fr. in Form von Bussen und Rückstellungen Rechnung getragen. Das Wealth Management in den USA und in Asien wurde forciert.

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