Unternehmen / Finanz

Bär-CFO Evie Kostakis: krisengestählt in den nächsten Sturm

Die künftige Finanzchefin von Julius Bär kennt sich mit Bankmanagement in turbulenten Zeiten aus.

Es sollten eigentlich nur einige Kurse an der Business School in Chicago sein, die Evangelia Kostakis, genannt Evie, in Chicago während ihres Masterstudiums in öffentlichem Finanzwesen besuchen würde. Stattdessen führte das erweckte Interesse dazu, dass Kostakis nicht wie geplant eine akademische Karriere verfolgte, sondern nach dem Studium in die Unternehmensberatung einstieg.

Die so lancierte internationale Karriere führte die griechisch-amerikanische Doppelbürgerin durch die Epizentren einiger der grössten Wirtschaftskrisen des vergangenen Vierteljahrhunderts. Mitchell Madison, das Beratungsunternehmen, wurde in der Hochphase des Dotcom-Booms von einem (kotierten) Webdesign-Unternehmen übernommen. Zur Pleite Anfang 2001, nach dem Platzen der Blase, war Kostakis aber nicht mehr an Bord.

Dreissig Quadratmeter

Kostakis war zu diesem Zeitpunkt bereits in die Finanzbranche gewechselt und damit in die Fussstapfen ihres Vaters getreten. Einem Chef und Mentor folgte sie dort von Morgan Stanley zu Merrill Lynch und schliesslich zu einer Regionalbank, wo sie Finanzchefin eines Geschäftsbereichs wurde. Ihr prägendstes Erlebnis in dieser Phase war indes kein einzelner Erfolg in der Asset-Management-Branche. Kostakis hatte in New York im World Financial Center gearbeitet, das infolge der Angriffe auf das benachbarte World Trade Center am 11. September 2001 zerstört wurde. Ein spannendes Buch, das sie bis vier Uhr morgens wach hielt, liess sie an jenem Tag zu spät aus dem Haus gehen.

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