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Bangladesch – ein Blick unter die Oberfläche

Während sich Bangladeschs Aktienmarkt in den letzten Monaten gut entwickelt hat, hat der Bankensektor des Landes eine schwierige Zeit durchlebt.

Oliver Bell , Portfolio Manager

Bei einem mehrtägigen Besuch in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, hat unsere Analystin für Finanzwerte der Frontier-Märkte Iona Dent die bestehenden Probleme genauer unter die Lupe genommen.

Unter der Lupe

In der Gruppe der Frontier-Märkte ist Bangladesch eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften und hat 2017 im zweiten Jahr in Folge ein BIP-Wachstum von 7% gemeldet. Angetrieben wurde dieses Wachstum von bedeutenden Investitionen in die Infrastruktur und den Privatsektor.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Investitionsprogramms ist trotz massiver Verzögerungen der Bau der mehr als 6 km langen Padma-Brücke. So unglaublich dies auch klingen mag, wird sie der erste feste Flussübergang für den Strassenverkehr sein und den Südwesten mit dem Norden und Osten des Landes verbinden.

Die politische Lage muss weiterhin genau beobachtet werden, da Bangladesch in Sachen freie und gerechte Wahlen weniger Fortschritte gemacht hat als andere Frontier-Märkte.

Bangladeschs Bankensektor ist zweifellos mit einigen Problemen konfrontiert und ist von der Verschärfung des regulatorischen Kredit-Einlagen-Verhältnisses betroffen. Gleichzeitig hat die Regierung hochrentierliche nationale Sparbriefe begeben, die Bankeinlagen als Produkte für Sparer verdrängt haben. Diese Entwicklungen haben zu Liquiditätsproblemen für den Sektor geführt und die Margen beeinträchtigt.

Wir haben diese Reise genutzt, um Brac Bank und Eastern Bank, die wir im Portfolio halten, genauer unter die Lupe zu nehmen und sicherzustellen, dass beide Geldinstitute gut für schwierigere Zeiten gewappnet sind. Die Aussichten für 2018 muten zwar weniger gut an, von der Kapitalkraft beider Banken sind wir aber nach wie vor überzeugt und erwarten, dass sich an unserem positiven langfristigen Ausblick nichts ändern wird.

Unsere anderen Positionen in Bangladesch haben sich unterdessen gut entwickelt. Wir trafen uns mit dem neuen CEO von Grameenphone, einem führenden Telekomanbieter, der weiterhin stark gewachsen ist und steigende Margen verzeichnete. Darüber hinaus haben unsere sonstigen Positionen im Konsumsektor solide Ergebnisse erbracht.

Die politische Lage muss jedoch weiterhin genau beobachtet werden, da Bangladesch in Sachen freie und gerechte Wahlen weniger Fortschritte gemacht hat als andere Frontier-Märkte.

Wahrscheinlich wird aus den Wahlen Ende 2018 erneut die Awami League als klarer Sieger hervorgehen, da der oppositionellen Bangladesh Nationalist Party schwer zugesetzt hat, dass die Parteivorsitzende und ehemalige Premierministerin Khaleda Zia im Februar zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Wir werden weiter aufmerksam auf mögliche Auswirkungen auf die Wirtschaftspolitik oder weiteren Druck auf die Währung achten.

Für Frontier-Märkte ist es typisch, dass die Entwicklung eher selten einen geraden Verlauf nimmt. Diese Reise nach Bangladesch hat uns dies nochmals deutlich vor Augen geführt. Erfahrene Anleger, die in der Lage sind, die Gewinner aufzuspüren, können aber an der positiven Entwicklung teilhaben.

Wichtigste Risiken – Folgende Risiken sind für die hierin dargestellte Strategie von wesentlicher Bedeutung:

Transaktionen mit Wertpapieren, die auf Fremdwährungen lauten, sind Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die sich auf den Wert einer Anlage auswirken können. Die Erträge können aufgrund von Veränderungen der marktbezogenen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen stärker schwanken als an anderen, weiter entwickelten Märkten. Die Anlagen sind weniger liquide als Anlagen, die an etablierteren Märkten gehandelt werden.

Die oben identifizierten und beschriebenen Wertpapiere sind nicht unbedingt die von T. Rowe Price gekauften oder verkauften Wertpapiere.

Diese Informationen verstehen sich nicht als Empfehlung, eine bestimmte Anlagetätigkeit auszuführen, und können sich jederzeit ändern. Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass Anlagen in die oben genannten und beschriebenen Wertpapiere rentabel waren oder sein werden.

[1] Internationaler Währungsfonds [Zugriff am 20. Februar 2018]