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Bank of America, Citigroup und Wells Fargo mit Gewinnplus

Die drei amerikanischen Banken haben im zweiten Quartal von einer geringeren Risikovorsorge für faule Kredite profitiert.

(AWP) Der US-Finanzriese Citigroup (C 66.71 -0.33%) hat im zweiten Quartal wegen stark gesunkener Kapitalpuffer für ausfallbedrohte Kredite wieder deutlich besser verdient. Im Vierteljahr bis Ende Juni schrieb die Bank unterm Strich einen Gewinn von 6,2 Mrd. $ (5,2 Mrd. €), wie sie am Mittwoch in New York mitteilte.

Damit schnitt die Citigroup besser als von Experten erwartet ab. Die Aktie startete mit deutlichen Kursaufschlägen von knapp 3% in den US-Handel, drehte aber ins Minus und verlor zuletzt 0,5%. «Das Tempo der weltweiten wirtschaftlichen Erholung übertrifft unsere Erwartungen», sagte Citi-Vorstandschefin Jane Fraser. Das Geschäftsklima und das Verbrauchervertrauen seien im Aufschwung.

Vor einem Jahr, als die Pandemie die Weltwirtschaft fest im Griff hatte, hatte sich die Bankenbranche noch für das Schlimmste gewappnet. Hohe Rückstellungen wegen einer befürchteten Welle an Kreditausfällen in der Corona-Krise liessen das Quartalsergebnis der Citigroup damals auf 1,1 Mrd. $einbrechen.

Doch ein anhaltender Konjunkturabsturz konnte dank enormer Staatshilfen abgewendet werden. Inzwischen sind die Aussichten schon wieder viel besser. Die Citigroup konnte ihre Risikovorsorge verringern und löste im jüngsten Quartal Rückstellungen von 2,4 Mrd. $ auf. Von diesem Effekt profitierte die Bilanz.

Das Tagesgeschäft lief indes nicht besonders rund. Insgesamt gingen die konzernweiten Erträge 12% auf 17,5 Mrd. $ zurück. Das Kreditkartengeschäft schwächelte weiter. Zudem belasteten niedrige Zinseinkünfte, ein Einbruch im Handelsgeschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und steigende Ausgaben das Geldhaus.

Die Bank of America (BAC 37.70 -0.68%) steigerte den Quartalsgewinn ebenfalls kräftig. Der Überschuss fiel mit 9,2 Mrd. $ (7,8 Mrd. €) mehr als zweieinhalb Mal so hoch aus wie ein Jahr zuvor, wie der Finanzkonzern mitteilte. Hier liess neben dem Abbau der Risikovorsorge auch ein positiver Steuereffekt das Ergebnis kräftig steigen. Die Erträge sanken hingegen 4% auf 21,5 Mrd. $. Die Aktie gab zuletzt um 4,7% nach.

Der US-Kreditriese Wells Fargo verdiente in den drei Monaten bis Ende Juni nach eigenen Angaben 6 Mrd. $ (5,1 Mrd. €). Vor einem Jahr hatten hohe Rückstellungen für drohende Kreditausfälle in der Corona-Pandemie noch einen Verlust von 3,8 Mrd. $ verursacht. Nun löste auch Wells Fargo einen wesentlichen Teil davon wieder auf, was das Quartalsergebnis kräftig steigen liess. Die Aktie gab in New York um rund 0,4% nach.

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