Unternehmen / Ausland

Bank of America und Goldman Sachs verdienen weniger

Gesunkene Zinsen drücken auf das Ergebnis der Bank of America. Bei Goldman Sachs belasten faule Kredite und Rechtskosten. Blackrock legt gute Zahlen vor.

(Reuters) Die Bank of America (BAC 34.36 -1.41%) hat die gesunkenen Zinsen in den USA zu spüren bekommen. Der Gewinn fiel im vierten Quartal um 4% auf 7 Mrd. $, wie die zweitgrösste amerikanische Bank am Mittwoch mitteilte. Die gesunkenen Margen konnte sie nur zu einem Teil durch eine höhere Kreditvergabe ausgleichen, zudem stiegen die Rückstellungen für faule Kredite. Im Gesamtjahr fiel der Gewinn wegen einer milliardenschweren Abschreibung im Sommer auf 27,4 Mrd. $ von 28,1 Mrd. $ im Jahr 2018.

Goldman Sachs: Hohe Rechtskosten

Auch der Gewinn von Goldman Sachs (GS 230.62 -0.91%) ist im vierten Quartal trotz steigender Einnahmen rückläufig. Unter dem Strich fiel das Ergebnis wegen höherer Belastungen durch faule Kredite und steigender Rechtskosten um 26% auf 1,72 Mrd. $, wie die US-Investmentbank am Mittwoch mitteilte. Goldman Sachs steht einem Insider zufolge vor einem milliardenschweren Vergleich, um die Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB beizulegen. Im Schlussquartal erwirtschafte Goldman Sachs Erträge von 9,96 Mrd. $ – ein Viertel mehr als im Vorjahresquartal und so viel wie seit 2007 nicht mehr in einem vierten Quartal. Im Gesamtjahr sackte der Gewinn um ein Fünftel auf 7,9 Mrd. $ ab.

Blackrock sammelt so viel Geld ein wie noch nie

Beim weltgrössten Vermögensverwalter sieht die Lage besser aus: Blackrock hat 2019 so viel Geld eingesammelt wie noch nie und mehr verdient. Der Nettogewinn legte um 4% auf 4,48 Mrd. $ zu, wie Blackrock mitteilte. Im vergangenen Jahr sammelte der Vermögensverwalter 429 Mrd. $ an frischen Geldern ein. Ende Dezember verwaltete Blackrock insgesamt 7,4 Bio. $- 24% mehr als vor Jahresfrist.

Leser-Kommentare