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Bank of England: Leitzins erhöht

Die Zentralbank in London stemmt sich mit dem vierten Zinsschritt binnen sechs Monaten gegen die hohe Inflation.

(Reuters) Die Bank of England (BoE) hat den Leitzins am Donnerstag um einen Viertel Prozentpunkt auf 1% erhöht. Eine solche geldpolitische Straffung hat es seit einem Vierteljahrhundert im Vereinigten Königreich nicht mehr gegeben. Die Entscheidung fiel mit sechs zu drei Stimmen aus, wobei drei Währungshüter vergeblich einen noch grösseren Schritt auf 1,25% gewünscht hatten. Am Vorabend hatte die US-Notenbank den Leitzins um einen halben Prozentpunkt erhöht, um der Inflation zu begegnen.

Die meisten BoE-Währungshüter sind der Meinung, dass weitere Straffungsschritte in den kommenden Monaten angebracht seien. Sie strichen dabei das Wort «moderat» zur Beschreibung künftiger Schritte.

Die BoE hatte im Dezember als erste der grossen Zentralbanken seit Beginn der Corona-Pandemie die Zügel angezogen. Weitere Straffungen folgten im Februar und März. Mit der aggressiven geldpolitische Linie wollen die Währungshüter die hohe Inflation eindämmen. Sie lag im Vereinigte Königreich zuletzt auf einem 30-Jahreshoch von 7,0% und wird demnächst wohl an der Zehn-Prozent-Marke kratzen.

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