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Bank of Japan geht aufs Ganze

Die japanische Notenbank hat die Anleihenkäufe massiv erhöht. Die Geldmenge soll sich damit innerhalb von zwei Jahren verdoppeln.

In der ersten Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Haruhiko Kuroda hat die Bank of Japan (BoJ) entschieden, die unorthodoxe Geldpolitik zu intensivieren und die Geldmenge innerhalb von zwei Jahren zu verdoppeln. So soll das im Januar festgelegte Inflationsziel von 2% bis nächstes Jahr erreicht werden.

Ab sofort wird die BoJ monatlich ­japanische Staatsanleihen (JGB) im Wert von 7,5 Bio. Yen (ca. 74 Mrd. Fr.) kaufen, doppelt so viel wie im Programm des Vorgängers und deutlich mehr als von den Marktteilnehmern erwartet worden war. Damit erreicht die quantitative ­Lockerung (QE) in Japan die Grössenordnung des QE der US-Notenbank Fed, gemessen an der Wirtschaftsleistung ist die japanische «Bazooka» jedoch dreimal so gross wie die amerikanische. Bis Ende 2013 wird der Bestand an JGB der BoJ auf 140 Bio. Yen anschwellen, von 89 Bio. Ende 2012. Neben Staatsanleihen kauft die BoJ weiterhin riskantere ­Anlagen wie Aktien-ETF und Immobilienfonds (Reits).

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