Märkte / Makro

Bank of Japan hält an Geldpolitik fest

Die japanischen Währungshüter beschlossen am Dienstag einstimmig, weiterhin jährlich Milliarden in die Wirtschaft zu pumpen. Auf die Devisenmärkte zeigte der Entscheid wenig Einfluss.

(Reuters) Die japanische Notenbank hält an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Die Währungshüter beschlossen am Dienstag einstimmig, durch den Kauf von Wertpapieren weiterhin jährlich 60 bis 70 Billionen Yen (bis zu 510 Milliarden Euro) in die Wirtschaft zu pumpen. Damit soll die Inflationsrate an die Marke von zwei Prozent gebracht werden. Japan verfolgt eine sehr lockere Geldpolitik, um aus der Deflationsspirale zu kommen, die jahrelang die Wirtschaft lähmte.

Die Notenbank beurteilte am Dienstag allerdings die Export-Aussichten etwas zurückhaltender. Insgesamt blieb der Wirtschaftsausblick aber unverändert.

Die Yen-Anleger hat die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik kalt gelassen. Der Dollar notierte nahezu unverändert bei 103,25 Yen. Händlern zufolge war diese Entscheidung weitgehend erwartet worden. «Bevor die Bank of Japan ihre Geldpolitik noch weiter lockert, müsste sie erst einmal ihre Sicht der japanischen Wirtschaft ändern. Aktuell bewerten die Währungshüter die konjunkturelle Entwicklung als ok und haben daher nicht das Gefühl, irgendetwas an ihrem Programm ändern zu müssen», sagte Tadashi Matsukawa von PineBridge Investments.

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