Märkte / Aktien

«Bankaktien der Eurozone sind überaus attraktiv»

Björn Jesch, Global Head of Multi Asset & Solutions und CEO DWS Schweiz, setzt auf Value-Aktien und fokussiert auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Risiko und Rendite.

Das wirtschaftliche Umfeld bleibe unterstützend für weitere Kurssteigerungen an den Aktienmärkten, dennoch müsse das Portfolio gegen Negativüberraschungen abgesichert werden, betont Björn Jesch. Nach mehreren Zwischenstationen wurde Jesch 2020 zum CEO DWS Schweiz ernannt, zudem ist er der Global Head Multi Asset des Vermögensverwalters und CIO für die Region EMEA. DWS verwaltet insgesamt rund 70 Mrd. Fr. in Multi-Asset-Portfolios.

Herr Jesch, was könnte Auslöser für eine deutliche Korrektur der Aktienmärkte sein?
Da würde ich drei Risiken nennen. Zum einen eine Verschärfung der Coronamutationen mit den entsprechenden Lockdown-Massnahmen, die dann vielerorts drohen würden. Zweitens, besteht das Risiko, dass die Notenbanken die Geldzügel zu lange zu locker halten und die Inflation aus dem Ruder läuft. Dann müsste die geldpolitische Straffung zum Leidwesen der Märkte schnell und drastisch ausfallen. Und schliesslich betrachten wir China als Unsicherheitsfaktor, insofern Pekings kommunistische Führung zunehmend Einfluss auf die Unternehmen nehmen möchte. Der Einbruch der Kurse chinesischer Technologieunternehmen vor kurzem zeigt deutlich, dass die Investoren diese Einflussnahme nicht goutieren. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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