Unternehmen / Finanz

Banken erhalten mehr Zeit für die Einführung von Basel III

Gewisse Regeln des Reformpakets werden erst Anfang 2023 eingeführt, um mehr Ressourcen für Krisenbekämpfung freizumachen.

Die Banken erhalten eine Galgenfrist. Basel III, das Regelwerk, in dem festgehalten wird, wie Banken ihre Risiken bewerten und mit Eigenkapital unterlegen müssen, wird um ein Jahr verschoben. Banken und die jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden sollten damit grössere Kapazitäten zur Bewältigung der Covid-19-Krise zur Verfügung stehen. Das gab die Bankenaufsicht bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) in Basel bekannt.

Anstatt 2022 werden die neuen Regeln nun erst mit Januar 2023 wirksam. Die BIS  erwartet dadurch keine Schwächung der Kapitalisierung der Banken. «Die Kapitalausstattung der Geldinstitute wird dadurch nicht infrage gestellt», sagt Dieter Hein, Analyst bei Fairesearch in Frankfurt. Der Termin  sei verschoben worden, nachdem die BIS realisiert habe, dass sich die Implementierung in der Krise nicht durchsetzen lasse. Die Europäische Union will diese Fristverlängerung dazu nützen sicherzustellen, dass Banken nun die Realwirtschaft finanzieren, sagte Valdis Dombrowskis, EU-Kommissar für Wirtschaft und Kapitaldienstleistungen.

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