Unternehmen / Finanz

Banken erwarten einen Zins-Booster

Steigende Zinsen im Dollar, weiterhin Negativzins in der Schweiz und im Euroraum. Für Schweizer Banken sind das gute Nachrichten.

Die Tiefzinsphase ist vorbei, zumindest im Dollar. Zusammenhänge zwischen Zinsen und Bankgeschäft sind aber teilweise komplex. Und so äussert sich etwa Credit Suisse (CS) nur sehr allgemein: «Was die allgemeine Zinssensitivität betrifft, so würde der Bankensektor bei steigenden US-Dollar-Zinsen eine positive Auswirkung auf den Nettozinsertrag erwarten. Ein Treiber dieser positiven Auswirkung wäre eine Steigerung des Nettozinsertrags aus dem Einlagengeschäft.»

Rund die Hälfte der verwalteten Vermögen bei CS ist in Dollar. Wenn die Dollarzinsen steigen, werden diese Bestände vermehrt angelegt – gewinnbringend für den Kunden und die Bank.

Mehr Kundeneinlagen

Zu den Profiteuren steigender Dollarzinsen gehört auch UBS, wo sogar zwei Drittel der Kundenvermögen in Dollar sind. «Eine Parallelverschiebung der Zinskurven um +100 Basispunkte in Global Wealth Management und Personal & Corporate Banking würde zu einem Gesamtanstieg des jährlichen Erfolgs aus dem Zinsgeschäft um rund 1,6 Mrd. $ führen», erklärte UBS-Finanzchef Kirt Gardner im Oktober. Aufgrund der hohen Konzentration der Einlagen in US-Dollar werde ein grosser Teil dieser 1,6 Mrd. $ in den USA anfallen. Der gesamte Nettozinsertrag des UBS-Konzerns betrug 2020 rund 5,9 Mrd. $.

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