Märkte / Devisen

Banken erwarten schwächeren Franken

Vorhersagen setzen darauf, dass die Risikoaversion abnimmt. Der Dollar hält sich stabiler, als die Fundamentaldaten nahelegen.

Das Ende der Frankenaufwertung stehe bevor, sagten die Währungsexperten Ende April voraus. Nicht wenige Leser der damaligen FuW-Devisenumfrage waren über diese Aussage erstaunt, durchstiess der Franken-Euro-Wechselkurs doch fast im Wochenrhythmus eine markttechnische Unterstützung nach der anderen nach unten und befand sich bereits auf 1.05 Fr./€. Im Nachhinein behielten die Analysten recht. In den vergangenen zwei Monaten hat der Euro Terrain zurückerobert. Anfang des Monats wurden sogar 1.09 Fr./€ erreicht. Am Dienstag kostete 1 € 1.065 Fr.

Vier der fünf Banken rechnen damit, dass der Wechselkurs im zweiten Halbjahr noch etwas anziehen wird. Die Commerzbank ist diesbezüglich am zuversichtlichsten. Sie sagt 1.11 Fr./€ bis Ende 2020 voraus und gar 1.12 Fr./€ im ersten Quartal 2021. «Wir gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone greift und daraufhin die starke Risikoaversion der vergangenen Monate verschwindet. Das schwächt den Franken», erläutert Antje Praefcke die Prognose der deutschen Grossbank.

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