Unternehmen / Finanz

Banken finanzieren sich günstiger

Banken kaufen ihre Pflichtwandler zurück. Dank tiefer Zinsen wird regulatorisches Kapital billiger. Die Risiken werden schlechter entschädigt.

Am 23. Oktober ist es so weit: Credit Suisse kauft für 5,9 Mrd. Fr. Pflichtwandelanleihen zurück. Es ist der frühestmögliche Termin. Die Anleihen hat die Grossbank in Not während der Finanzkrise ausgegeben. Bei einem Zins von bis zu 9,5% hat sie dafür jährlich 550 Mio. Fr. bezahlt. Der hohe Zins spiegelt die Risiken von damals. Im Gegenzug konnte die Bank die Anleihen als regulatorisches Kapital (Tier 1) anrechnen.

Ersetzt hat Credit Suisse diese Anleihen mit drei neuen AT1-Tranchen (AT1, Additional Tier 1): Im Juli emittierte sie 2 Mrd. $ mit einem Coupon von 7,5%, im September 300 Mio. Fr. zu 3,5% und 1,5 Mrd. $ zu 7,25%. Damit profitiert die Grossbank doppelt. Sie zahlt niedrigere Zinsen und benötigt gut 2 Mrd. $ weniger, als die Retter aus dem arabischen Raum ursprünglich zur Verfügung gestellt hatten. Die Ausgaben der Credit Suisse halbieren sich.

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